Cirrusnebel NGC 6960 (westlicher Teil)

Fotoinformationen

Objekt: Cirrusnebel NGC 6960 westlicher Teil
Aufnamezeit: 13.07.2026 00:30
Kamera: Celestron Origin
Optik: Celestron Origin
Belichtungszeit: 53’ 30"
Katalogname: NGC6960
Cirrusnebel NGC 6960

Cirrusnebel – die filigranen Überreste einer Sternexplosion

Der Cirrusnebel (Veil Nebula) ist der Überrest einer gewaltigen Supernova, die vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren stattfand. Die Explosion ereignete sich in einer Entfernung von rund 2.400 Lichtjahren im Sternbild Schwan. Die auf dem Bild sichtbaren feinen Fäden sind Stoßwellen, die mit hoher Geschwindigkeit durch das interstellare Gas laufen und dieses zum Leuchten anregen.

Besonders eindrucksvoll sind die türkisblauen Strukturen. Sie stammen überwiegend von zweifach ionisiertem Sauerstoff (O III), während die rötlich-bräunlichen Bereiche durch Wasserstoff (Hα) hervorgerufen werden. Die hellen Sterne gehören zu unserer Milchstraße und stehen meist deutlich näher als der Supernovaüberrest.

Die Aufnahme entstand mit einem Celestron Origin, einem computergesteuerten -smarten – 15-cm-RASA-Teleskop mit 335 mm Brennweite und einer Öffnung von f/2,2. Verwendet wurde der speziell für dieses Teleskop entwickelte Origin-Nebelfilter, der die Emissionslinien von Wasserstoff und Sauerstoff besonders gut hervorhebt und so den kontrastarmen Nebel hervortreten lässt.

Die Gesamtbelichtungszeit beträgt 3.210 Sekunden (53 Minuten und 30 Sekunden). Während dieser Zeit wurden 214 Einzelaufnahmen zu je 15 Sekunden automatisch aufgenommen, ausgerichtet und kombiniert.

Die Aufnahme von Hans-Georg Kronemeyer entstand in Uelsen (Grafschaft Bentheim) und zeigt, welche faszinierenden Ergebnisse heute mit einem kompakten, automatisierten Teleskop möglich sind.


 

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Cirrusnebel NGC 6960