Fotoinformationen
| Objekt: | IC 1295 und K 4-8 |
| Aufnamezeit: | 23.09.2025 |
| Kamera: | QHY 268 M |
| Optik: | C 14 SCT 2700 mm ( Crop ) |
| Belichtungszeit: | 4 sec pro L-Bild |
| Katalogname: | IC1295 |
Das Sternbild Schild ist bekannt für seine helle Milchstraßenwolke, aber es gibt dort natürlich auch andere Objekte, z.B. diesen Planetarischen Nebel. Er erscheint 3 x so groß wie Jupiter, sollte also leicht zu erkennen sein – aber seine geringe Flächenhelligkeit macht die Wahrnehmung im Fernrohr schwierig. Geübte Beobachter haben es aber schon in Fernrohren von 15 cm Öffnung geschafft. Fotografisch reichen auch schon solche Geräte sowie auch Smart – Teleskope, solange man lange genug belichtet.
Entdeckt wurde das Objekt 1867 von T. Safford in Chicago, ohne allerdings zu erkennen, um was es sich dabei handelt. Die Klassifizierung als PN erfolgte 1919 durch H. Curtis.
Besonders auffällig ist ein dünner Ring um den Nebel herum, bei dem es sich um die scharf bebrenzte Oberfläche einer kugelähnlichen, expandierenden Hülle handeln dürfte. Die Entfernung und somit auch die wahre Größe von IC 1295 sind nur ungenau bekannt. Die Angaben reichen von 3300 bis 5500 Lj. Der Nebel kommt uns näher mit 36 km/s. An der geringen Flächenhelligkeit ist erkennbar, daß er sich schon recht weit – vlt.3- 4 Lj. ausgedehnt und somit ein hohes kinetisches Alter hat. Der Zentralstern ( 15 mag ) ist auf dem Bild an seiner bläulichen Farbe deutlich zu erkennen. Rein optisch visuell bleibt er aber den Benutzern sehr großer Spiegelfernrohre vorbehalten.
In den 1960er Jahren war der Astronom L. Kohoutek an der Sternwarte Hamburg Bergedorf damit beschäftigt, mit Hilfe der damals noch dort befindlichen großen Schmidt – Kamera die Milchstraße nach weiteren PN abzusuchen und entdeckte dabei 1964 das auffallend blaue Objekt rechts oben im Bild. Es trägt die Bezeichnung K 4 – 8 und ist aufgrund seiner hohen Flächenhelligkeit ein kinetisch ziemlich junger PN. Der scheinbare Durchmesser ist kleiner als 1 “. Es sind keine der üblichen Informationen zu bekommen, auch nicht im Strassbourg ESO – Katalog der PN. Wir brauchen aber nicht überrascht zu sein, wenn er einige 10 000 Lj. entfernt sein sollte. Trotzdem gehört er mit allem, was hier sonst noch zu erkennen ist immer noch zu unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße . . . .
