Fotoinformationen
| Objekt: | IC 418 Spirograph - Nebula |
| Aufnamezeit: | 05.03.2025 |
| Kamera: | QHY 268 M |
| Optik: | C 14 SCT 4000 mm ( Crop ) |
| Belichtungszeit: | 0,8 s pro L-Bild |
| Katalogname: | IC418 |
Auf diesem LRGB – Bild geht es um den Planetarischen Nebel IC 418 im Sternbild Hase, das sich für unsere Gegend unterhalb des Orion befindet. Mit einer Winkelausdehnung von 12 “ erscheint er etwa 1/4 so groß wie Jupiter, hat aber eine hohe Flächenhelligkeit, so daß er schon in kleinen Einsteigerfernrohren zu sehen ist. Wer aber mehr erkennen möchte als ein blasses Sternchen, braucht schon ein Gerät von 15 cm Öffnung und Vergrößerungen ab 150 x. Auch fotografisch ist der Nebel ein einfaches Objekt, sofern man sich mit einer sternförmigen Abbildung begnügt. Wenn mehr zu erkennen sein soll, sind Brennweiten ab vlt. 1500 mm nötig.
Die Astronomin W. Fleming entdeckte den Nebel 1891 fotografisch mit Hilfe eines Spektrogoaphen. Für die Entfernung findet man sehr unterschiedliche Angaben von 2000 – 4500 Lj. Ziemlich sicher ist aber, daß sie mit 62 km/s zunimmt. Wegen der Unsicherheit bei der Entfernung weiß man auch nicht, ob der lineare Durchmesser bei 0,2 oder eher 0,5 Lj. liegt. Messungen der Expansionsgeschwindigkeit ergaben Werte zwischen 6 und 27 km/s, je nach Wellenlänge der Messungen. Der Zentralstern strahlt über alle Wellenlängen fast 8000 x so hell wie unsere Sonne bei 35 000 K Oberflächentemperatur. Es wird davon ausgegangen, daß er vor dem Abstoßen der Nebelhülle etwa 3 Sonnenmassen besaß.
Der Eigennahme von IC 418 wird verständlich beim Betrachten von HST – Fotos, auf denen das Nebelinnere von einer feinen, netzartigen Struktur durchzogen ist. Die Namensgeber fühlten sich wohl an ein Linienmuster erinnert, wie es beim Benutzen eines Spirographen entsteht. Natürlich ist auf diesem Amateurbild nichts davon zu sehen.
