Fotoinformationen
| Objekt: | Eulennebel M97 |
| Aufnamezeit: | 25.12.2025 04:35 |
| Kamera: | Celestron Origin |
| Optik: | Celestron Origin |
| Belichtungszeit: | 210s (21 x 10s) |
| Katalogname: | M97 |

Der Eulen-Nebel (Messier 97) ist ein klassischer planetarischer Nebel im Sternbild Großer Bär. Er liegt rund 2.500 Lichtjahre von uns entfernt und entsteht am Ende des Lebens eines sonnenähnlichen Sterns: Nachdem der Stern seine äußeren Hüllen abgestoßen hat, beginnt das freigesetzte Gas unter der intensiven UV-Strahlung des extrem heißen Zentralsterns zu leuchten.
Charakteristisch sind die zwei dunkleren Bereiche im Inneren, die dem Nebel seinen Namen gegeben haben – sie wirken wie die Augen einer Eule, die aus dem All zu uns herabblickt. Diese Strukturen entstehen durch Dichteunterschiede im expandierenden Gas und durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Sternwind und Nebelhülle. Der grünlich-türkise Farbton stammt vor allem von doppelt ionisiertem Sauerstoff ([O III]), der bei planetarischen Nebeln besonders stark emittiert.
Mit einem Durchmesser von etwa 2 Lichtjahren ist der Eulen-Nebel ein vergleichsweise großes Objekt, wirkt am Himmel aber dennoch fein und zurückhaltend. Gerade deshalb ist es beeindruckend, wie viel Struktur sich mit modernen Amateurinstrumenten sichtbar machen lässt: eine fast kugelförmige Hülle, zarte Helligkeitsunterschiede und ein Zentralstern, der das stille, aber energetische Finale stellarer Entwicklung markiert.
Im Ausschnitt sieht man ganz seicht schon den roten Rand um das türkise „Eulengesicht“. Tiefer durchbelichtet zeigt sich dort deutlich eine leuchtende Wasserstoffschicht.
Aufnahme durch Hans-Georg Kronemeyer, in Uelsen, Grafschaft Bentheim
