NGC 6543 – der Katzenaugen – Nebel

Fotoinformationen

Objekt: Katzenaugen - Nebel
Aufnamezeit: 20.09.2020
Kamera: SBIG 8300 M + ASI 174 mm
Optik: C 14 SCT 4000 mm
Belichtungszeit: 600 s bzw. 1,5 s pro L-Bild
Katalogname: NGC6543

Dieses phantastische Objekt steht im Sternbild Drache und ist bei uns von Frühling bis Herbst recht gut erreichbar. Er wurde 1786 von W. Herschel entdeckt, ist ca. 3300 Lj. entfernt und nähert sich uns mit 66 km/s. Der zentrale, helle Nebel wurde von seinem Zentralstern vor ca. 1000 J. abgestoßen (eigentlich schon 3300 J. vorher, wegen der Entfernung in Lj.) und dehnt sich mit gut 16 km/s aus. Er ist schon im Einsteiger – Fernrohr zu erkennen, wird aber leicht übersehen, weil er auf den ersten Blick sternähnlich aussieht. Der große, zerzauste Halo ist eher etwas für die Fotografie und wurde schon 90 000 J. vorher  abgestoßen, als der Zentralstern noch ein Roter Riese war. Viele Details von NGC 6543 sind noch nicht gut verstanden und Gegenstand astronomischer Forschungen. Eine interessante Frage wäre auch, ob etwaige Planeten des Zentralsterns innerhalb eines Planetarischen Nebels weiter existieren können. Auf die Suche nach Leben braucht man sich dort aber wohl nicht mehr zu machen . . .

Viele schöne Armateurfotos von NGC 6543 gibt es im Internet zu sehen. Die meisten davon entstanden unter Zuhilfenahne von O III-Schmalbandfiltern, während dieses Bild nur eine LRGB-Aufnahme ist. Allerdings wurden hier zwei Aufnahmen kombiniert : Eine kurz ( 1,5 s pro L-Bild )belichtete für den hellen Zentralteil und eine lang ( 600 s pro L-Bild )belichtete für den Rest des Bildes, um bei den gewaltigen Helligkeitsunterschieden überhaupt ein vernünftiges Bild zu erhalten. Das “ Verheiraten „solcher Aufnahmen, die noch dazu unterschiedliche Abbildungsmaßstäbe haben und zueinander verdreht sein können, ist nichts für Ungeduldige mit schwachen Nerven . . .

Kommentare sind geschlossen.