M 8 – der Lagunennebel

Fotoinformationen

Objekt: Lagunennebel
Aufnamezeit: 21.07.2020 00:00
Kamera: SBIG ST 8300 M
Optik: 8 '' - Newton 1000 mm
Belichtungszeit: 180 s pro L - Bild
Katalogname: M8

Der bekannte Lagunennebel im Schützen wurde 1654 vom italienischen Astronomen G.B.Hodierna entdeckt. Das Objekt ist gut 5000 Lj. entfernt und erreicht bei uns nur eine geringe Horizonthöhe, so daß man im Fernrohr nur die hellsten Nebelteile und den zentralen Sternhaufen erkennen kann. In südlichen Ländern in Äquatornähe stünde M 8 steil über uns und ist dort mühelos mit freiem Auge sichtbar, und im Fernrohr steht er dann dem Anblick des Orionnebels in nichts nach. Es handelt sich um ein Sternentstehungsgebiet, deutlich größer als der Orionnebel. Die Sterne des eingebetteten offenen Sternhaufens NGC 6530 sind vor wenigen millionen Jahren aus dem Nebel entstanden, und mit ihrer UV-Strahlung regen sie den Wasserstoff zum rötlichen Leuchten an. Das gilt besonders für den hellsten Stern im Nebel, 9 sagittarii etwas links in der hellen Nebelregion. Mit seinen 55 Sonnenmassen und mehr als 500 000 Sonnenleuchtkräften gehört dieser O7-Stern zu den hellsten in unserer Milchstraße.

Fotografisch ist M 8 auch in unserer Gegend attraktiv, und man braucht auch kein all zu großes Fernrohr, wie dieses LHaRGB – Bild zeigt.

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