Planetenparade am Nachthimmel

Am Freitag, dem 24. Juni, findet die spektakulärste Planetenparade des Jahres statt. In den frühen Morgenstunden reihen sich sieben Planeten und der Mond am östlichen Nachthimmel auf. Von den sieben Planeten sind 5 mit bloßem Auge zu sehen. Die Planeten Neptun und Uranus sind aufgrund ihrer Entfernung zur Sonne zu dunkel, um sie mit bloßem Auge sehen zu können.

Die Planetenparade am östlichen und südöstlichen Nachthimmel kurz vor Sonnenaufgang am 24.06. um 4:30 Uhr. Uranus befindet sich zwischen Venus und Mond und Neptun rechts von Jupiter. Beide sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. (aufgenommen in Stellarium)

Die Mondsichel

Zu den fünf sichtbaren Planeten gesellt sich der Mond, der am Morgen des 24. Juni glücklicherweise als schmale Sichel zu sehen ist. Durch die geringere Leuchtkraft des Mondes ist es leichter, die Planeten zu erkennen. Bei Vollmond würde der Mond die Planeten mit seiner Strahlkraft überstrahlen. Zusätzlich lassen sich an der Schattengrenze des Mondes die Strukturen der Mondoberfläche viel besser erkennen.

Die Mondsichel am 24.06.2020

Wer sich das Schauspiel mit eigenen Augen anschauen will, muss allerdings früh aufstehen und sollte mindestens eine Stunde vor Sonnenaufgang – am Freitagmorgen ungefähr 4 Uhr früh – mit den Beobachtungen beginnen. Da sich die Planetenparade relativ horizontnah abspielt, sollte man darauf achten ein möglichst freie Sicht nach Osten und Süden zu haben. Hilfsmittel wie ein Teleskop oder Fernglas benötigt man nicht, da Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bei guten Sichtverhältnissen mit dem bloßen Auge zu erkennen sind.

Falls dennoch ein Fernglas oder Teleskop zum Einsatz kommt: Auf keinen Fall in die – ebenfalls im Osten aufgehende – Sonne schauen und am besten die Beobachtungen vor Sonnenaufgang einstellen. Es besteht Erblindungsgefahr.

Aktuell (Stand: 19.06.2022) ist für den Freitagmorgen zwischen 4 und 6 Uhr früh eine leichte Bewölkung bei Temperatur um die 16 °C vorausgesagt. Es kann unter Umständen passieren, dass die Planetenparade durch vereinzelte Wolken verdeckt wird.

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