Eine Sonnenfinsternis naht

Ein himmlisches Zeichen zum Werder-Abstieg – verband die Menschheit dieses Ereignis doch lange Zeit mit etwas Apokalyptischen

Naja, ganz so pessimistisch sollten wir heute nicht mehr sein und wer sich zwei Minuten freischaufeln kann, sollte sich im Juni eine kleine Auszeit gönnen.

Sonnenfinsternis 2011 über Neuenhaus – Fotografie: Christoph Lohuis

Global betrachtet kommen Sonnenfinsternisse zwei- bis dreimal im Jahr vor, gar nicht so selten! Für einen bestimmten Ort auf der Erde sind sie es hingegen schon, was erklärt, dass man irgendwie erst selten oder noch nie eine solche gesehen hat. Von Deutschland konnten wir die letzte Sonnenfinsternis vor sechs Jahren bestaunen, wenn es nicht geregnet hätte, wie in Neuenhaus. Am 10. Juni ergibt sich nun eine neue Chance.

Himmelsmechanik auf die Schnelle: Der Mond schiebt sich von der Erde aus betrachtet vor die Sonne und kann diese teilweise oder ganz abdecken – wie sehen eine Sonnenfinsternis.

Sonnenfinsternis 2008 über Neuenhaus – Fotografie: Christoph Lohuis

Am 10. Juni wird die Sonnenscheibe teilweise vom Mond bedeckt – eine partielle Sonnenfinsternis. Allein in Deutschland fällt der Bedeckungsgrad aber schon sehr unterschiedlich aus. Konnte München gestern noch die Fußball-Meisterschaft feiern, liegt dort die Bedeckung nur bei ca. 6%. Der mögliche Aufsteiger in Kiel kann sich auf ca. 18% berufen und bei uns in der Grafschaft Bentheim liegen wir bei etwa 17%.

Als Mitglied der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien (GDP) können wir Ihnen am 10. Juni ab 11.15Uhr in (noch) Pandemie-Zeiten einen Livestream präsentieren. Dieser wird von Kerstin Linde (Stiftung Planetarium Berlin) und Björn Voss (GDP, LWL-Planetarium Münster) moderiert.

Was bedeutet das in der Praxis? Ganz einfach, wüsste man nichts von der Finsternis, würde man diese nicht bemerken. Um diese zu sehen, benötigen wir zum Beispiel eine Sonnenfinsternisbrille, mit der die Sonne ungefährdet beobachtet werden kann.

Die Zeiten kann man sich einfach merken – im Stundentakt. Los geht es um 11.30Uhr, der maximale Bedeckungsgrad ist gegen 12.30Uhr erreicht und um halb zwei ist das Himmelsschauspiel für uns beendet.

Die beiden Fotografien habe ich 2008 sowie 2011 aus Neuenhaus erstellt. Um ein Gefühl von dem Bedeckungsgrad zu bekommen; auf den beiden Fotografien liegt dieser bei 25% sowie 76%. Am 10. Juni wird die Sonne also wirklich nur „angeknabbert“.

GANZ WICHTIG: NIE; ABER AUCH WIRKLICH NIE OHNE ENTSPRECHENDE SCHUTZMAßNAHMEN DIE SONNE BEOBACHTEN!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.