Sternwarte und Planetarium Neuenhaus blickt mit Optimismus in das Jahr 2022

In dem schwierigen Fahrwasser der Pandemie manövrierte der Vorstand die Sternwarte und das Planetarium Neuenhaus sicher und auch zukunftsorientiert durch die Zeit, was die Mitglieder mit der einstimmigen Wiederwahl honorierten.

Bereits kurz nach Beendigung des Lockdowns wurden in kürzester Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen ins Leben gerufen, die über das Jahr durchgehend ausverkauft waren. In speziellen Programmen für Kinder kamen kleine Astronomen voll auf ihre Kosten und lernten den Weltraum spielerisch und mit vielen Experimenten kennen. Sie erfuhren, warum die Erde aus dem Weltraum bunt ist, warum Astronauten schweben und wie diese im Weltraum auf die Toilette gehen. Gerade die Aktivitäten für Kinder lägen den Verantwortlichen sehr am Herzen und die kleinen Gäste bekamen eine echte kleine Sternschnuppe geschenkt. Eigentlich darf der Wunsch bei Sichtung einer Sternschnuppe bekanntlich nicht verraten werden. Viele Kinder verrieten diesen aber dennoch und irgendwie war es auch klar – Corona soll schnell vorbei sein!

Neben den öffentlichen Abenden nahm auch die Anzahl Gruppenarrangements von Woche zu Woche zu. Ebenfalls fand in diesem Jahr wieder eine in Neuenhaus etablierte überregionale Fachtagung statt, die Amateurastronomen von Osnabrück bis zum Ruhrgebiet in die Grafschaft Bentheim lockte. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Astrofotografie. Eindrucksvolle Bilder zeigten, dass sich die regionalen Fotografen nicht verstecken müssen.

Mit viel Aufwand, Zeit und Engagement wurde die Veranstaltung „Gab es den Stern von Bethlehem?“ vorbereitet. Dieser Programmpunkt wird ausfallen, da sich die Verantwortlichen für die Schließung der Einrichtung bis Ende Januar entschieden haben. „Wir betreiben die Sternwarte ehrenamtlich in unserer Freizeit. Ein aktuell großer Aufwand, aber vor allem die sehr vielen Kontakte bei Rundführungen mit Blick auf die momentane Situation, insbesondere mit dem Fokus auf die Omikron-Variante, haben uns schweren Herzens aber aus guten Gründen dazu bewogen, die Sternwarte bis Ende Januar zu schließen. Dann können wir die Situation adäquat bewerten und die Türen zum Weltraum wieder öffnen.“, so Lohuis.  

Neben den bekannten Angeboten sind für das Jahr 2022 bereits viele weitere Aktivitäten geplant. Neue Attraktionen, spannende Vortragsabende und faszinierende Fulldome-Filme seien Beispiele. Abgeschlossen ist bereits der Einbau einer modernen Lichtanlage im Planetarium. Diese bietet bereits beim Betreten der Kuppel eine faszinierende Atmosphäre und lässt den Gast umgehend in eine andere Welt eintauchen. Neben dem Kennenlernen des Sternenhimmels bietet der Film „50000 Fuß über dem Meer“, der an der über 40 Quadratmeter großen Kuppel gezeigt wird, einen leicht verständlichen und spannenden Einblick in die moderne Welt der Astronomie. „Wir halten den Kopf weiter oben und freuen uns auf ein gutes Jahr 2022“, schloss Christoph Lohuis die Jahreshauptversammlung ab.

v.l.n.r. Thorsten Lohuis (2. Vorsitzender), Christian Rademaker (Schriftführer), Uwe Dulle (Kassenwart), Christoph Lohuis (1. Vorsitzender)

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